Ausgabe:

Steuernews

Freibetrag für investierte Gewinne auch bei Bezug von Sonderklassegebühren

Ärzte die Sonderklassegebühren im eigenen Namen vereinnahmen und somit Einkünfte aus selbstständiger Arbeit beziehen, können auch den Freibetrag für investierte Gewinne in Anspruch nehmen. ...mehr

Immobilien-Erbschaften werden zwar billiger – aber nicht gratis

Bei Immobilien-Erbschaften wird das so genannte „Grunderwerbsteuer (GrESt)-Äquivalent“ bereits heute zusätzlich zur „normalen“ Erbschaftssteuer (ErbSt) eingehoben. Nach dem Auslaufen der ErbSt am 1.8.2008 wird das „Äquivalent“ als normale GrESt eingehoben werden. So die Ankündigung des Finanzministeriums. ...mehr

Übergangsregelung zur Verwertung von Anlaufverlusten

Anlaufverluste von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern, die vor 2007 entstanden sind und nicht mit Gewinnen ausgeglichen werden konnten, sind auch ab 2007 zeitlich unbegrenzt vortrags- bzw. abzugsfähig. ...mehr

Begünstigte Besteuerung von nicht entnommenen Gewinnen: Änderung der Nachversteuerung

Bekanntlich können ab dem Veranlagungsjahr 2007 auch bilanzierende Ärzte nicht entnommene Gewinne mit dem halben Durchschnittssteuersatz versteuern. Kommt es hierbei zu einer Nachversteuerung, erfolgt diese ab 2007 mit dem halben Durchschnittssteuersatz jenes Jahres, in dem die entsprechende Begünstigung geltend gemacht wurde. ...mehr

Erhöhung der Pendlerpauschale und Pendlerzuschlag

Das Pendlerpauschale wird ab Juni 2007 um 10 % angehoben. Neu ist der Pendlerzuschlag, der die bereits bestehende Negativsteuer modifiziert. Dieser Zuschlag ist für diejenigen gedacht, die aufgrund des geringen Einkommens (maximal € 1.149,00 brutto/Monat) keine Lohnsteuer zahlen. Der Zuschlag ist zeitlich auf die Veranlagungen der Jahre 2008 und 2009 beschränkt und betägt maximal € 90,00 pro Jahr. ...mehr

Immobilien-Erbschaften werden zwar billiger – aber nicht gratis

Aktuelle Rechtslage bis zum Auslaufen der ErbSt

Anhand folgenden Beispiels soll die Wirkungsweise des GrESt-Äquivalents dargestellt werden.

Beispiel:
Der Erbe ist der Sohn/die Tochter, somit Steuerklasse I. Dies ist relevant für den Steuersatz der „normalen“ ErbSt. Das GrESt-Äquivalent beträgt bei Zuwendungen an nahe Angehörige (Ehegatten, Elternteil, Enkel-, Stief-, Wahl-, Schwiegerkind) 2 %, an andere Personen 3,5 %.

Einheitswert dreifach € 24.000,00
abzgl. Hypothek € 10.000,00
Reinnachlass € 14.000,00
abzgl. Freibetrag
€ 2.200,00
Bemessungsgrl.
€ 11.800,00
„normale“ ErbSt 2,5 % € 295,00

Zusätzlich fällt ErbSt in Form des GrESt-Äquivalents i. H. v. 2 % von € 24.000,00 = € 480,00 an. In unserem Beispiel beträgt somit die ErbSt insgesamt € 775,00.

Rechtslage nach Auslaufen der ErbSt

Anstelle der ErbSt (inklusive des GrESt-Äquivalents) tritt die GrESt. Diese – wie der Name bereits sagt – ist genau so hoch wie das GrESt-Äquivalent: Bemessungsgrundlage ist daher der dreifache Einheitswert, der Steuersatz beträgt ebenso 2 % bzw. 3,5 % (bei Aufteilung ehelichen Gebrauchsvermögens 2 %). Für das obige Beispiel bedeutet es, dass € 480,00 an GrESt anfallen.
Das heißt: Erben wird zwar nicht völlig steuerfrei, aber wesentlich billiger.
Voraussetzung ist natürlich, dass die ErbSt tatsächlich spätestens mit 1.8.2008 wegfällt und der Gesetzgeber sie nicht doch wieder einführt (womit aufgrund des momentanen politischen Meinungsstands nicht zu rechnen ist).

VfGH prüft auch Schenkungssteuer

Derzeit prüft der Verfassungsgerichtshof auch die Schenkungssteuer. Die Rechtssituation ist dieselbe wie bei der ErbSt: Auch die Bemessung der Schenkungssteuer für Grundbesitz richtet sich nach dem historischen dreifachen Einheitswert. Der VfGH plant, die Beratungen über dieses Gesetzesprüfungsverfahren nach Abschluss des Vorverfahrens in der Juni-Session zu beginnen.
Auch bei Immobilien, die verschenkt werden, ist ein „Grunderwerbsteuer-Äquivalent“ fällig.

Stand: 15. Mai 2007

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